Landesverkehrswacht Berlin

                Sicherheit - Vorsicht - Rücksicht !

Über unsere Arbeit

Die Landesverkehrswacht Berlin ist ein privatrechtlicher, eingetragener und gemeinnütziger Verein, der unter dem fachlich-organisatorischen Dach der genauso organisierten Deutschen Verkehrswacht arbeitet. Wir sind entgegen vielfacher Annahme keine halbstaatliche Stelle und haben gegenüber den Behörden auch keine herausgehobene Stellung.

Unsere Aktionen richten wir daran aus, was sich aus den Gründen für das längerfristige Unfallgeschehen ableiten lässt und was wir an Defiziten in der Verkehrssicherheitsbildung beobachten. Realisert werden unsere Vorhaben ganz überwiegend von unseren ehrenamtlich tätigen Vereinsmitgliedern, von denen die meisten beruflich mit Verkehrssicherheit oder Bildungsaufgaben zu tun haben.

Wir arbeiten gerne mit anderen Institutionen, Vereinen, Verbänden und kompetenten Einzelpersonen aus dem Bereich der Verkehrssicherheitsarbeit zusammen, da es in diesem Tätigkeitsfeld soviel zu tun gibt, dass wohl nie all' das geleistet werden kann, was dringend notwendig erscheint. Gute Kontakte in die für die Verkehrssicherheits-arbeit zuständigen Senatsverwaltungen, die Berliner Polizei und die Bezirke helfen dabei, Doppelangebote zu verhindern und zielgerichteter wirken zu können.

Unsere Aktivitäten werden sowohl mit Fördermitteln der öffentlichen Hand als auch in ganz wesentlichem Umfang mit Spenden und Sponsorings von Unternehmen und Einzelpersonen finanziert, denen wir alle für ihr Engagement sehr dankbar sind.

Wir haben die Berliner Charta für die Verkehrssicherheit unterzeichnet, mit der sich viele namhafte Akteuere der Verkehrssicherheitsarbeit auf gemeinsame Ziele und Aktionsgrundsätze verpflichtet haben.

Schirmherr ist der Regierende Bürgermeister von Berlin.

Selbstverständnis und Aufgaben

Der Ansatzpunkt für die Arbeit der Verkehrswacht ist die Verantwortung des einzelnen Menschen. Wie sich jeder Einzelne im Verkehr verhält, ob man Vorbild ist oder Egoist, bestimmt letztlich den Gesamteindruck auf unseren Straßen und Wegen, die Gefährdungen und das Unfallbild: Die allermeisten Unfälle passieren nicht aufgrund technischer Defekte, sondern wegen fehlender Vorsicht und Rücksicht, dem Ignorieren von Wissen und Regeln sowie Fehleinschätzungen.

Die Verkehrswacht arbeitet entlang von Zielgruppen, das heißt, sie definiert Gruppen von Verkehrsteilnehmenden nach ihrem Alter, der Art ihrer Verkehrsteilnahme und bestimmten Risikofaktoren. Die wichtigsten Zielgruppen sind Vorschulkinder, Schulkinder, Radfahrer, junge Autofahrer und ältere Menschen. Jede dieser Zielgruppen ist durch bestimmte Gefährdungspotenziale charakterisiert, die mit Hilfe von Zielgruppenprogrammen abgebaut werden sollen.

Eine kurze Geschichte

Mit der zunehmenden Motorisierung Anfang des 20. Jahrhundert häuften sich auch die Unfälle, bei denen Personen zu Schaden kamen oder sogar getötet wurden. Da man der steigenden Zahl von Unfällen nicht tatenlos zu sehen wollte, gründeten einige „Pioniere“ 1924 die Deutsche Verkehrswacht mit dem Ziel, die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Heute gehört die Deutsche Verkehrswacht zu den ältesten und größten Bürgerinitiativen Deutschlands; sie ist keine staatliche Organisation, sondern vereinsrechtlich organisisert. Sie arbeitet für mehr Sicherheit und weniger Unfälle auf unseren Straßen – heute mit bundesweit mehr rund 60.000 ehrenamtlich Engagierten. Sie informieren, beraten und trainieren mit Verkehrsteilnehmenden jeder Fortbewegungsart und jeden Alters sicheres Verhalten im Straßenverkehr.

Während der Zeit des Nationalsozialismus, in den Jahren 1933 bis 1945, war die Verkehrswachtorganisation verboten. Anfang der 1950er Jahre entstanden die heutigen Landesverkehrswachten, so auch die in Berlin (1950). Sie ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein, deren Mitglieder sich  ehrenamtlich in ihrer Freizeit für die Erhöhung der Verkehrssicherheit einsetzen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden seit Jahrzehnten wechselnde Aktionen und Aktivitäten durchgeführt.

Beispiel 1960er Jahre: Rustikale Reklamemarke für Briefsendungen

4 mal 5,5 cm sind sie groß, perforiert und gummiert wie feucht klebende Briefmarken: Die Reklamemarken der Landesverkehrswacht aus den 1960er Jahren.

Wir hatten sie nicht im Archiv, aber heute haben sie uns zusammen mit einem Brief von Frau D. K. erreicht. "Sind sie nicht süß?" fragt Frau K., die unser 50 Jahre altes Werbemittel in einem Umschlag mit Briefmarken gefunden hat.
Was für ein Design und was für eine Botschaft. Das Rathaus Schöneberg, damals politisches Zentrum West-Berlins, macht den Fußgänger darauf aufmerksam, dass er beim "Zebrastreifen" auf den wild zirkulierenden Verkehr achten möge - mit einem aus heutiger Sicht durchaus rustikalen Berliner Reim.

Herzlichen Dank an Frau K., die uns diese Marken hat zukommen lassen.

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